Ticket to the Moon

Thomas Thyrion, ohne Titel, 2015/16, Aquarell, Öl und Collage auf Karton, 24,3x16,3 cm
14.07.
„Far above the Moon
Planet Earth is blue
And there’s nothing I can do “
(David Bowie, Space Oddity, 1969) 

Der Mond, oft besungen, oft gemalt, ein Sehnsuchtsort, Ort magischer Kräfte. Das Mondgesicht, Licht in der Nacht, eine poetische Metapher und gleichsam sichtbare Projektion für den Wunsch, die Welt außerhalb unseres Planeten zu entdecken, zu erforschen. Nach dem „Sputnikschock“ der 1950er-Jahre beginnt ein Wettlauf der beiden Großmächte Sowjetunion und USA. Wer landet als erster auf dem Mond? Der NASA gelingt schließlich 1969 dieser Coup. Neil Armstrong ist der erste Mensch auf dem Mond und hisst dort die amerikanische Flagge.

„That’s one small step for man, one giant leap for mankind“ (Neil Armstrong)

Am 21.07.1969 verfolgen Millionen Menschen weltweit die Bilder an ihren Fernsehgeräten – ein Medienereignis, das eine ganze Generation geprägt hat. 2019 jährt sich die Mondlandung nun zum 50. Mal. Die Kunsthalle Krems nimmt das zum Anlass für eine vielgesichtige Ausstellung zum Thema Mond.

Die Ausstellung Ticket to the Moon widmet sich künstlerischen Kommentaren zur Mondlandung und dem Mond als Symbol für menschliche Träume, Sehnsüchte und Spekulationen. Gezeigt werden Werke ab dem Wettlauf zum Mond in den 1950er-Jahren, direkte Reaktionen auf die Mondlandung ab 1969 sowie ganz aktuelle künstlerische Positionen auch jüngerer Künstler/innen. Die Ausstellung beginnt mit Hans Bischoffshausens Malerei Rückseite des Mondes (1960-61), setzt fort mit Robert Indianas kritischer Reflexion über die Verstrickung der NASA mit dem nationalsozialistischen Wissenschaftler Wernher von Braun in Der Mond – Die Braunschaft (1969) und Robert Rauschenbergs grafischer Reaktion auf die Mondlandung Air Pocket (Stoned Moon) (1970). Der zentrale Fokus der Ausstellung liegt auf Arbeiten aktueller Künstler/innen wie Sonja Leimer, Wendelin Pressl, Nives Widauer, Larissa Leverenz und Andreas Werner. Stilistisch und theoretisch sehr unterschiedlich setzt sich die jüngere Generation mit dem Thema Mond auseinander. Die Positionen reichen von sensiblen Bearbeitungen von NASA Fotografien bis zu ironischen Äußerungen zur Technikgläubigkeit. Zum Teil werden Werke direkt für die Ausstellung geschaffen. Die Bandbreite zeitgenössischer künstlerischer Arbeiten bietet Anlass, darüber nachzudenken, warum auch 50 Jahre nach der Mondlandung das Thema immer noch (oder wieder) so aktuell scheint.

Die künstlerischen Positionen werden um einen historischen Dokumentationsbereich erweitert. Aus der Sammlung Peter Coeln werden Fotografien von der Mondlandung und dem Weg dahin, von Astronauten und Kosmonauten gezeigt. Das Naturhistorische Museum Wien unterstützt die Ausstellung mit einem Mondmeteoriten, das Technische Museum mit dem Modell des Sputnik.

Kurator: Andreas Hoffer

Künstler/innen der Ausstellung: Jeremy Bakker, Hans Bischoffshausen, Herbert Brandl, Aleksandra Cieślewicz, Agnes Fuchs, Siegfried A. Fruhauf, Robert Indiana, Dona Jalufka, Sonia Leimer, Larissa Leverenz, Mahony, Jonathan Meese, Aleksandra Mir, Nick Oberthaler, Wendelin Pressl, Robert Rauschenberg, Thomas Riess, Nicole Six und Paul Petritsch, Sebastian Speckmann, Andreas Werner und Nives Widauer.

Kunsthalle Krems
Franz­ Zeller­ Platz 3
3500 Krems